Heutige Andacht 335
Friedensgruß
Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem HERRN Jesus Christus!
2. Korinther 1:2 (LUT)
Paulus öffnet den persönlichsten Brief mit Friedensgruß: Gnade und Friede von Gott, unserm Vater, und dem HERRN Jesus Christus. Friede, bevor Spaltungen, Sünden und Prozesse behandelt werden. Apostel befrieden, bevor sie konfrontieren. Der Gruß trägt das Heilmittel des Inhalts. Briefe, die in Frieden beginnen, enden in Versöhnung.
Gnade und Friede: das unzertrennliche Paar aufs neue. Den zerspaltenen Korinthern Gnade zum Vergeben und Frieden zum Zusammenleben. Friede Gottes, nicht menschlicher Abmachungen. Unser Vater teilt aus, Jesus übergibt. Friede, der von oben herabkommt, löst, was irdisches Gespräch verwickelt. Korinth brauchte Himmel vor Rat.
Von Gott, unserm Vater: Vaterschaft vor Zucht. Paulus erinnert, daß Zurechtweisung vom Vater kommt, nicht vom Rivalen. Kindlicher Friede trägt feste Ermahnung. Wer weiß, daß er Kind ist, empfängt Tadel ohne Bruch. Gemeinden in der Krise müssen die Kindschaft erinnern, bevor sie den Fehler verhandeln. Identität befriedet vor Verhalten.
Heute grüße mit Frieden, wer im Kriege lebt: rufe an, besuche, vergib. Bringe Gnade den Schuldnern und Frieden den Widersachern. Dein Gruß kann das Vorwort fremder Versöhnung sein. Sei Friedensbriefträger in Konfliktstraßen. Kleine tägliche Schaloms verhüten große Kriege.
Und grüße in Frieden: friedliche Grüße entwaffnen Kriege.