Heutige Andacht 334
Die Krone der Gerechtigkeit
hinfort ist mir beigelegt die Krone der Gerechtigkeit, welche mir der HERR an jenem Tage, der gerechte Richter, geben wird, nicht aber mir allein, sondern auch allen, die seine Erscheinung liebhaben.
2. Timotheus 4:8 (LUT)
Paulus, gefangen und nahe dem Ende, erklärt: hinfort ist mir beigelegt die Krone der Gerechtigkeit. Liebe, die Krone erwartet ohne Hochmut. Demütige Gewißheit dessen, der den guten Kampf kämpfte. Kronen im Himmel werden auf Erden reserviert durch tägliche Treue. Paulus vermaß sich nicht, er wußte: reines Gewissen erzeugt feste Hoffnung.
Der HERR, der gerechte Richter: derselbe, der die Welt richten wird, wird die Seinen krönen. Liebe vertraut seiner Gerechtigkeit. Gerechter Richter irrt nicht noch säumt: jede Träne verzeichnet, jede Treue notiert. Krone der Gerechtigkeit für gerechtes Leben, nicht für religiösen Lebenslauf. Der Preis paßt zum Charakter des Gebers und des Empfängers.
Nicht aber mir allein, sondern auch allen, die seine Erscheinung liebhaben: kollektive Krone für verliebte Herzen. Die Erscheinung zu lieben ist das Kriterium, nicht nur sie zu glauben. Liebe, die erwartet, wacht; Liebe, die wacht, reinigt sich. Allen: Tür offen für Sklaven und Senatoren. Sehnsucht nach Christus ist Kronenpaß.
Heute liebe seine Erscheinung: lebe, wie wer hohen Besuch erwartet. Hüte das Haus, zünde die Lampen an, vergib den Brüdern. Kronen werden an treuen Montagen geflochten. Dein guter Kampf von heute reserviert deinen Lohn von morgen. Schließe den Tag mit dem Wort: ich kämpfte, vollendete, bewahrte.
Und liebe die Erscheinung: Kronen warten auf verliebte Herzen.