Heutige Andacht 311
Gnade und Friede euch
Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem HERRN Jesus Christus!
Philemon 1:3 (LUT)
Paulus grüßt Philemon mit dem unzertrennlichen Paar: Gnade und Friede von Gott, unserm Vater, und dem HERRN Jesus Christus. Dankbarkeit in Grußform. Bevor er irgend etwas erbittet, teilt der Apostel das Wesentliche aus. Briefe, die mit Gnade beginnen, enden mit Versöhnung. Der Umschlag predigte schon vor dem Inhalt.
Die Reihenfolge zählt: erst Gnade, dann Friede. Friede ohne Gnade ist Waffenstillstand; empfangene Gnade erzeugt dauernden Frieden. Philemon würde beide brauchen, um Onesimus zu vergeben. Dankbarkeit für die Gnade befähigt zum schweren Frieden. Wer weiß, wie viel ihm vergeben wurde, vergibt leichter und mit weniger Rede.
Von Gott, unserm Vater: doppelte Quelle, Vater und Sohn. Trinitarische Dankbarkeit in schlichtem Gruß. Paulus erinnert den Freund, daß jede Gabe von oben herabkommt, bevor sie unter Brüdern kreist. Vom Vater empfangen, um dem Bruder zu geben, ist der Kreislauf der Gnade. Philemon würde Onesimus geben, was er von Gott empfing.
Heute grüße mit wahrer Gnade und Frieden. Nicht als kalte Formel, sondern als bewußtes Austeilen. Bringe Gnade dem, der dir schuldet, Frieden dem, der dich reizt. Dein Gruß von heute kann den Versöhnungsbrief von morgen öffnen. Sei Briefträger des Himmels auf den Straßen der Erde.
Und grüße dankbar: Münder voll Gnade befrieden Häuser.