Heutige Andacht 351
Zu den Hausgenossen
Denn ich sende dich ja nicht zu einem Volk, das eine fremde Rede und unbekannte Sprache hat, sondern zum Hause Israel;
Hesekiel 3:5 (LUT)
Gott ermutigt Hesekiel: ich sende dich ja nicht zu einem Volk, das eine fremde Rede und unbekannte Sprache hat, sondern zum Hause Israel. Friede im häuslichen Ruf. Hesekiel fürchtete Exil und Fremde; Gott wies auf die Hausgenossen. Nahe Missionen sind auch Missionen. Propheten predigen ungern den Bekannten; Gott besteht darauf. Die Hausgenossen brauchen am meisten.
Das eine fremde Rede und unbekannte Sprache hat: Gott ersparte Hesekiel die Sprachbarriere, nicht die Herzenshärte. Israel würde jedes Wort verstehen und die meisten verwerfen. Friede, der wissend um Verwerfung predigt. Ruf verheißt keine Resultate, er verheißt Gegenwart. Hesekiel würde vor verstopften Ohren predigen mit gesalbtem Mund. Treue mißt sich an Gehorsam, nicht an Applaus.
Sondern zum Hause Israel: das göttliche Sondern lenkt um. Keine fernen Fremden, nahe Brüder. Friede, der daheim beginnt, bevor er Meere quert. Häusliches Zeugnis geht transkulturellen Missionen voraus. Jerusalem vor den Enden. Wer den Hausgenossen nicht predigt, ist nicht bereit für Fremde. Stube vor Platz.
Heute nimm deine Hausgenossen an: Familie, Kollegen, Nachbarn. Predige mit Leben und Wort, ohne Ausrede der Härte. Friede erfüllten Rufes übertrifft Frust karger Früchte. Dein Israel von heute bereitet deine Nationen von morgen. Rede klar zu den Nahen; Gott sorgt für Resultate.
Und predige den Nahen: häusliche Rufe erzeugen globalen Frieden.