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Heutige Andacht 292

Der ausgestreckte Arm

· Thema: Sinn

Ich will meine Hand wider sie ausstrecken und das Land wüst und öde machen von der Wüste an bis gen Dibla, überall, wo sie wohnen; und sie sollen erfahren, daß ich der HERR sei.

Hesekiel 6:14 (LUT)

Hesekiel kündigt Gericht gegen die Höhen der Idolatrie an: Ich will meine Hand wider sie ausstrecken und das Land wüst und öde machen von der Wüste an bis gen Dibla, überall, wo sie wohnen. Gericht mit definierter Adresse und Reichweite. Kein geographisches Versteck schützt Götzen. Wo Gottes Arm sich ausstreckt, gehorchen Berge und Täler gleich.

Die Schlussklausel offenbart den Zweck: und sie sollen erfahren, daß ich der HERR sei. Selbst Verwüstung dient Offenbarung. Gottes strengste Taten tragen pädagogische Intention: sich zu erkennen geben. Göttliches Gericht ist Unterricht, nicht Grausamkeit. Gott zieht wüste Länder betrogenen Herzen vor.

Heute frage, welche Höhen du noch hütest. Moderne Götzen haben fromme Namen: Sicherheit, Image, Kontrolle, Vergnügen. Gott verwüstet, was mit ihm konkurriert, nicht um dich zu zerstören, sondern um sich dir zu offenbaren. Unerklärliche Verluste können ausgestreckte Arme sein.

Lehrende Verwüstungen gelten mehr als täuschende Komforts. Untersuche deine jüngsten Ruinen: was wollte Gott, dass du durch sie wüsstest? Zweck verwandelt Trümmer in Schule. Wer in der Verwüstung lernt, muss sie nicht wiederholen.

Und übergib die Altäre: wer Götzen verliert, gewinnt den Herrn. Übergib heute deine Höhen. Gott verwüstet, um zu offenbaren. Erkenne ihn in den Ruinen. Verliere Götzen, gewinne den Herrn für immer.

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