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Heutige Andacht 202

Vor dem Richtstuhl

· Thema: Bewältigung

Paulus aber sprach: Ich stehe vor des Kaisers Gericht, da soll ich mich lassen richten; den Juden habe ich kein Leid getan, wie auch du aufs beste weißt.

Apostelgeschichte 25:10 (LUT)

Paulus tritt Festus mit reinem Gewissen gegenüber: Ich stehe vor des Kaisers Gericht, da soll ich mich lassen richten; den Juden habe ich kein Leid getan. Zwei Jahre ungerecht gefangen, fleht er nicht noch greift er an: Er erklärt. Reines Gewissen vor ungerechtem Richtstuhl ist verkleidete Kanzel. Wer nichts schuldet, fürchtet nichts — nicht einmal den Kaiser.

Überwindung von Anklagen wird aus prüfbaren Leben geboren. Paulus konnte sagen Wie auch du aufs beste weißt, weil sein Wandel öffentlich und rein war. Unsere Verteidigungen versagen, wenn das Gewissen offene Posten hat: Angeklagte mit Glasdach werfen ängstlich Steine. Konten rein halten — Steuern, Beziehungen, Versprechen — heißt Richtstühle bauen, wo wir immer siegen: den des Gewissens und den Gottes.

Heute bereinige einen offenen Posten: zahle, bitte um Vergebung, erfülle, gib zurück. Vor dem Richtstuhl: Reines Gewissen entbehrt teurer Anwälte.

Bereinigte Posten werden zu mächtigen Zeugnissen. Bereinige heute und ruhe. Bereinige heute. Reine Gewissen entbehren teurer Anwälte und langer Reden. Halte heute deine Konten mit allen im Reinen. Gezahlte Schulden werden zu Zeugnissen; gehaltene Versprechen werden zu Predigten. Ruhig schläft, wer nichts schuldet. Lege Fakten vor, bleibe ruhig und vertraue immer.

Und klagt man dich ungerecht an, denk an Paulus: Fakten vorlegen, Ruhe halten, vertrauen.

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