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Heutige Andacht 162

Zu meinem Gedächtnis

· Thema: Dienst

Und er nahm das Brot, dankte und brach's und gab's ihnen und sprach: Das ist mein Leib, der für euch gegeben wird; das tut zu meinem Gedächtnis.

Lukas 22:19 (LUT)

In der Nacht des Verrats nimmt Jesus das Brot, dankt, bricht und gibt: Das ist mein Leib, der für euch gegeben wird; das tut zu meinem Gedächtnis. Das christliche Gedächtnis wird am Tisch geboren, nicht am Denkmal: gebrochenes Brot, hingegebener Leib, Befehl zur Wiederholung. Erinnern ist hier keine Nostalgie — es ist Vergegenwärtigung: Jedes Mahl verkündet den Tod, bis er kommt. Gedächtnis, das nährt und verpflichtet.

Dienen im Gedächtnis verwandelt Dienst in Gottesdienst. Wenn wir dienen und des gebrochenen Leibes gedenken, wird Müdigkeit zu Opfer und Unsichtbarkeit zu Ehre: Er brach sich zuerst, wir dienen als Widerschein. Das monatliche Mahl eicht den täglichen Dienst neu — wer vom Brot isst, erinnert den Preis; wer den Preis erinnert, dient mit Freude. Den Tisch vergessen leert die Hände; erinnern füllt das Herz.

Heute diene im Gedächtnis: Tue die verborgene Arbeit im Gedenken an den gebrochenen Leib, vergib im Gedenken an das Kreuz, gib im Gedenken an die Hingabe. Zu meinem Gedächtnis: Drei Worte, die Routine in Liturgie und Müdigkeit in Anbetung verwandeln.

Erinnerte Tische erzeugen dienstbereite Hände. Heute Mahl im Herzen, heute Dienst in Händen. Erinnerungen nähren tägliche Missionen. Heute Mahl im Herzen und diene mit ausgestreckten Händen den ganzen Tag.

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