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Heutige Andacht 002

Lohn oder Gnade

· Thema: Sinn

Dem aber, der mit Werken umgeht, wird der Lohn nicht aus Gnade zugerechnet, sondern aus Pflicht.

Römer 4:4 (LUT)

Paulus stellt den Grundsatz auf: Wer mit Werken umgeht, dem wird der Lohn nicht aus Gnade zugerechnet, sondern aus Pflicht. Gnade wird hier durch Gegensatz offenbart. Wäre das Heil Lohn, so wäre Gott Schuldner; da es Gnade ist, ist Gott Geber. Werke fordern; Glaube empfängt. Wer arbeitet, verlangt; wer glaubt, dankt. Dieser Unterschied entscheidet Ewigkeiten.

Der Lohn: Paulus benutzt die Logik der Lohnabrechnung. Ein Arbeitgeber, der geschuldeten Lohn zahlt, erweist keine Gunst. So würde Gerechtigkeit aus Werken Gott zum Schuldner des Menschen machen. Das Gesetz sollte nie anstellen, sondern diagnostizieren. Das Gesetz zeigt die Schuld der Sünde; die Gnade bezahlt die Rechnung. Dort Lohn verlangen, wo es nur Gnade gibt, beleidigt den Geber.

Sondern aus Pflicht: Pflicht setzt einen erfüllten Vertrag voraus. Niemand hat den Vertrag der Vollkommenheit erfüllt. Alle sind schuldig; niemand verdient. So will das Evangelium Schuldner in Erben verwandeln. Abraham glaubte, und es wurde ihm zur Gerechtigkeit gerechnet — Gnade, keine Lohnabrechnung. Glaube unterschreibt die Quittung der Gnade.

Heute wähle deine Ordnung: Tarif des Verdienstes oder Gnade der Gunst? Höre auf, von Gott zu fordern, was du nur empfangen kannst. Arbeite aus Liebe, nicht für ewigen Lohn. Der Sinn deiner Mühe ändert sich, wenn das Ziel schon bezahlt ist. Ruhe in der Gunst und bringe Frucht aus Dankbarkeit.

Und empfange umsonst: empfangene Gnade bringt Werke hervor.

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